Alle Künstler und Gäste des Festivals 2018 … (in Bearbeitung …)

Anna Buchberger (Klavier) | Bibliotheksaal, Sa, 05.05.18, 11.00 Uhr

Anna Buchbergers musikalisches Talent wurde bereits im Alter von fünf Jahren entdeckt. Mit sieben debütierte sie im Herkulessaal und gewann ihren ersten Wettbewerb, mit dreizehn folgte die erste Tournee mit Orchester. 2003 wurde sie im Fach Klavier als jüngste Studentin seit Bestehen der Hochschule für Musik und Theater München in die Klasse von Franz Massinger aufgenommen, danach studierte sie bei Margarita Höhenrieder. Nach ihrem Diplom begab sie sich für ein Masterstudium bei Klavierlegende Leon Fleisher an die John Hopkins Peabody University in den USA. Weitere Impulse erfuhr sie u.a durch András Schiff, Jacques Rouvier und Maria João Pires.

Darüber hinaus absolvierte sie mit ihrer Klavierduo-Partnerin Henriette Zahn die Meisterklasse des Piano-Duos Yaara Tal & Andreas Groethuysen. Auftritte absolvierte Anna Buchberger bereits in weiten Teilen Europas, sowie in Südamerika und den USA. Sie war bei zahlreichen Festivals zu Gast und wirkte bei CD-, Rundfunk- und Fernsehproduktionen mit. Als Solistin konzertierte sie mit Klangkörpern wie dem Radiosymphonieorchester Prag, dem hr-Sinfonieorchester, dem Orquesta Santa Cecilia de Cullera, dem Staatsorchester Rheinische Philharmonie, den Salzburg Chamber Soloists, der Staatskapelle Halle, den Amadéo Festival Strings und der Deutschen Staatsphilharmonie Rheinland-Pfalz. Die musikalische Leitung hatten dabei Dirigenten wie Vladimir Válek, Ari Rasilainen, Dominik Beykirch, Mario Venzago, Andres Weiss oder Daniel Raiskin. Ihre Auftritte führten sie an Veranstaltungsorte wie das Festspielhaus Baden-Baden, die Tonhalle Zürich, das Theater Zug, das Prager Rudolfinum, die Goodwin Hall in Baltimore, das Centro Simón Bolivar in Caracas und alle wichtigen Münchener Konzertsäle, überdies zu Festivals wie dem Kissinger Sommer, in Tunis („Jeunes virtuoses internationales“), St. Etienne („Piano Passion“) und Paris („Jeunes Talents“). Als begeisterte Kammermusikerin arbeitet Anna Buchberger u.a. mit Veronika Eberle, Giorgi Kharadze, Valerij Sokolov oder Dominique Merlet. Inzwischen ist sie Preisträgerin wichtiger internationaler Wettbewerbe („International Piano Competition Ettlingen“, „International Concertino Praga“, „Prix Amadéo International“). Jüngst wurde sie mit dem „ Musikpreis des Kulturkreises der deutschen Wirtschaft: Ton und Erklärung“ und – gemeinsam mit ihrer Duo-Partnerin Henriette Zahn – dem Preis der Internationalen Sommerakademie am Mozarteum Salzburg ausgezeichnet. Ihr Wissen und ihre Erfahrungen, die sich nicht zuletzt mehreren Stipendien etwa der Carl Heinz Illies Stiftung, der Jürgen Ponto-Stiftung, des Bundesministeriums für Bildung und Forschung und der Orlandus Lassus Stiftung verdanken, gibt sie auch in Meisterkursen und Moderationskonzerten weiter.

Barockensemble d'istinto | Bibliotheksaal, So, 06.05.2018, 11.30 Uhr

d’istinto präsentiert mit Laura Schmid (Blockflöte), Sam Chapman (Theorbe/ Barockgitarre), Bruno Hurtado Gosalvez (Barockcello/ Viola da Gamba) und Eriko Wakita (Cembalo) auf eine junge, fesselnde Art und Weise Barockmusik auf höchstem Niveau. Jeder Spieler ein international anerkannter Künstler, bilden sie zusammen ein eindrucksvolles Ensemble, das Veranstalter im In- und Ausland überzeugt. Der Name d’istinto repräsentiert nicht nur die verschiedenen kulturellen Hintergründe, sondern auch das instinktive Miteinander auf der Bühne. Offiziell gegründet im Sommer 2013, spielte das Ensemble bereits bei angesehenen schweizer Festival, wie dem Lucerne Festival und beim Davos Festival Young Artists in Concert.

 

Ensemble BlauerReiter | Schweigharthof, Do, 10.05.18, 19 Uhr

Das Ensemble BlauerReiter, eine noch junge, aber höchst dynamische und bereits deutlich hörbare Stimme in Münchens Neue-Musik-Szene, wurde von Armando Merino 2014 gegründet. In seinen Konzertprogrammen widmet sich das Ensemble der Musik des 20. Jahrhunderts bis hin zur Aufführung zeitgenössischer Partituren in enger Zusammenarbeit mit Komponisten verschiedenster Kulturkreise. Neben der hohen künstlerischen Qualität sind es die Lust am Experiment und die Konzeption vielfarbiger Konzertabende, die das Ensemble auszeichnen. Der Name „Blauer Reiter“ verweist auf den berühmten Kreis Münchner Avantgardekünstler, die Anfang des 20. Jahrhunderts mit ihrer Neugier und Suche nach anderen, innerhalb der Künste vermischten Ausdrucksformen der modernen Kunst den Weg bereiteten.

Mit zahlreichen Aufführungen u. a. im Schwere Reiter München, in der Allerheiligenhofkirche der Münchner Residenz, im Nymphenburger Schloss und bei jetzt:musik! Augsburg hat sich die Formation einen festen Platz im regionalen Kulturleben erspielt. In seiner Reihe „code modern“ entwickelt das Ensemble für jedes Konzert ein spezielles Motto, welches das gesamte Programm strukturiert. Die Reihe will auf diese Weise einem breiten Publikum die verschiedenen Strömungen und wichtigsten Werke der letzten 100 Jahre im Zusammenklang mit den neuesten Tendenzen aktueller Musik näherbringen. Das Ensemble feierte Konzert-Höhepunkten in Zusammenarbeit mit Komponisten wie Minas Bobourdakis, Fabián Panisello oder Wei-Chieh Lin, bei Münchner Erstaufführungen von Werken Iannis Xennakis‘ und Fausto Romitellis sowie einem Mitschnitt des Bayerischen Rundfunks. Dank der Unterstützung durch das Kulturreferat der Landeshauptstadt München kann das Ensemble seine Programmreihe auch 2018 noch weiter ausbauen.

Die Gründungsmitglieder des Ensemble BlauerReiter kommen aus verschiedenen Ländern (Deutschland, Spanien, Italien und Griechenland) und verfügen alle über umfangreiche internationale Erfahrungen in der Aufführungspraxis zeitgenössischer Musik. (www.ensembleblauerreiter.com)

Zinajda Kodrič (Flöte)
Oliver Klenk (Klarinette)
Lorenz Chen (Geige/Bratsche)
Katerina Giannitsioti (Violoncello)
Marco Ricelli (Klavier)

Armando Merino (Leitung)

Kristin von der Goltz (Violoncello) | Bibliotheksaal, Sa, 05.05.2018, 19.30 Uhr

Die aus Würzburg stammende Cellistin Kristin von der Goltz zählt zu den vielseitigsten und prägenden Musikerinnen unserer Zeit. Die Bereicherung des Konzertlebens durch das Aufgreifen zu Unrecht vergessenen Repertoires, die Aktivierung des Zuhörers durch ungewöhnliche Programme, vor allem aber ihre so packende wie feinsinnig gestaltende, dabei profund geschichtsbewußte Musizierweise zählen zu den herausragenden Eigenschaften ihrer künstlerischen Arbeit. Sowohl auf der Konzertbühne als auch beim Unterrichten ist ihr die gleichberechtigte Beschäftigung mit dem modernen und dem barocken Cello ein großes Anliegen. Als Solocellistin, Kammermusikerin und künstlerische Leiterin zahlreicher Konzert- und Ensembleprojekte, aber auch als Pädagogin und Dozentin ist sie international gefragt. Als Professorin für Barockcello wirkt sie heute an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt sowie an der Hochschule für Musik und Theater München.

Kristin von der Goltz hat zunächst bei Christoph Henkel in Freiburg und anschließend privat bei William Pleeth in London studiert. Bereits zu jener Zeit wirkte sie als Cellistin, unter anderem in der Hanover Band und der New Philharmonia London. Seither beschäftigt sich Kristin von der Goltz auch intensiv mit historischer Aufführungspraxis. Von 1991 bis 2004 war sie Mitglied im Freiburger Barockorchester, mit dem sie zahlreiche CDs veröffentlichte und weltweite Konzertreisen unternahm. Seit 2006 zählt sie zu den Berliner Barock Solisten, von 2009 bis 2011 bekleidete sie die Position der Stimmführerin im Münchener Kammerorchester. 1992 gründete sie mit der Geigerin Anne Katharina Schreiber und der Pianistin Jutta Ernst das international gastierende Trio Vivente. In der Spielzeit 2015/16 hat sie die künstlerische Leitung des Norsk Barokkorkester in Oslo übernommen und ab 2018 wird sie mehrere Konzerte des Münchener Ensembles L’Accademia Giocosa als künstlerische Leiterin begleiten. Zu ihren musikalischen Partnern zählten unter anderem Nikolaus Harnoncourt, Ton Koopman, Marc Minkowski, Christian Gerhaher, Dorothee Oberlinger, Hille Perl oder Christine Schornsheim.

Im Jahr 2004 erschien ihre erste Solo-CD mit Sonaten von Jakob Klein. Seither veröffentlichte die Cellistin beim Label Raumklang drei weitere ebenfalls hervorragend rezensierte Solo-CDs mit Capricen von Joseph Dall’Abaco, Sonaten von Antoine Dard, Andrea Caporale und Johann Ernst Galliard. Mit dem Trio Vivente erschien auf dem Label cpo 2017 eine CD mit Klaviertrios von Emilie Mayer (1812-1883), laut WDR „ein Glücksfall! Repertoire, dessen Wiederentdeckung sich wirklich lohnt, gespielt von einem Ensemble, das dem Werk mehr als gerecht wird: eine unbedingt empfehlenswerte Aufnahme.“

 

Gerold Huber (Klavier) | Bibliotheksaal, Sa, 05.05.2018, 14.00 und 19.30 Uhr

Der gebürtige Straubinger Gerold Huber studierte als Stipendiat an der Hochschule für Musik in München Klavier bei Friedemann Berger und besuchte die Liedklasse von Dietrich Fischer-Dieskau in Berlin. 1998 erhielt er gemeinsam mit dem Bariton Christian Gerhaher, mit dem er bereits seit Schülertagen ein festes Lied-Duo bildet, den Prix International Pro Musicis in Paris/New York. 2001 ging er als Preisträger aus dem Internationalen Klavierwettbewerb Johann Sebastian Bach Saarbrücken hervor.

„Gerold Huber, nicht nur ein gefragter Liedbegleiter, sondern ein brillanter Pianist, spielte mit Tiefgang und Ausdruck und technisch hervorragend.“ So oder so ähnlich urteilt die Presse immer wieder enthusiastisch über Gerold Huber als Liedbegleiter. In dieser Rolle ist er regelmäßig zu Gast bei Festivals wie der Schubertiade Schwarzenberg, den Salzburger Festspielen, den Münchner Opernfestspielen, bei den Schwetzinger Festspielen und dem Rheingau Musik Festival oder den wichtigsten Konzertsälen wie der Kölner Philharmonie, der Alten Oper Frankfurt, dem Wiener Konzerthaus, dem Wiener Musikverein, dem Concertgebouw Amsterdam, der Londoner Wigmore Hall, in New York in Lincoln Center, Armory oder der Carnegie Hall, dem Salzburger Festspielhaus oder den Konzerthäusern in Essen, Dortmund oder Baden-Baden.

Gerold Huber ist ein gefragter Begleiter und arbeitet mit einer Vielzahl international renommierter Sänger zusammen, darunter Christiane Karg, Christina Landshamer, Ruth Ziesak, Michael Nagy, Maximilian Schmitt, Martin Mitterrutzner und Franz-Josef Selig. Als Kammermusikpartner konzertierte Gerold Huber u. a. mit dem Artemis-Quartett, zudem arbeitet er regelmäßig mit dem Henschel-Quartett, mit Reinhold Friedrich und Maximilian Hornung.

Gekrönt wurde die Saison 2016/17 von drei Konzerten mit Brahms‘ Schöner Magelone in Heidelberg, London und München, bei denen Ulrich Tukur den Erzählerpart übernahm. Im Frühjahr 2017 wurde die CD veröffentlicht. Martin Walser ist hier der Sprecher der auf Ludwig Tieck basierenden Texte, die er in einer eigenen Fassung für Christian Gerhaher und Gerold Huber behutsam ironisiert hat. 2018 geben Christian Gerhaher und Gerold Huber weitere Liederabende mit Brahms‘ Schöner Magelone in Bamberg, Frankfurt und Wien.

Solistisch widmet er sich vornehmlich den Werken Johann Sebastian Bachs, Ludwig van Beethovens, Johannes Brahms’ und Franz Schuberts. Konzerte führten ihn u. a. in die Münchner Residenz, in das Théâtre municipal de Romains nach Frankreich, zum Kultursommer Kassel oder zum New Zealand Festival in Wellington.

Neben zwei Solo-CDs mit Werken von Beethoven und Schumann liegen zahlreiche herausragende CD-Einspielungen gemeinsam mit Christian Gerhaher vor, die sämtlich mehrfach preisgekrönt sind. Die Begründungen der Jury heben ausnahmslos die kongeniale und symbiotische Partnerschaft dieses Duos hervor. Zu Gerold Hubers umfangreichen Diskographie zählen außerdem Einspielungen mit Günther Groissböck (Schubert bei Decca), Bernarda Fink (Schubert bei harmonia mundi France), mit Ruth Ziesak (Liszt bei Berlin classics, Haydn und Mahler/Zemlinsky bei Capriccio, Mendelssohn bei AVI), mit Maximilian Schmitt bei Oehms classic (Clara und Robert Schumann / Schubert „Die schöne Müllerin“), mit Christina Landshamer (Werke von Robert Schumann und Viktor Ullmann bei Oehms classic) sowie mit Franz-Josef Selig (Lieder von Schubert, Strauss und Wolf bei AVI).

Gerold Huber ist ein gesuchter Lehrer und gibt ausgewählte Meisterklassen, wie z.B. an der University of Yale, dem Aldeburgh Festival sowie bei den Schwetzinger Festspielen. Seit 2013 ist Gerold Huber Professor für Liedbegleitung an der Hochschule für Musik in Würzburg. Gerold Huber ist künstlerischer Leiter der Pollinger Tage für Alte und Neue Musik.

Andrea Jarnach (Mezzosopran) | Schweigharthof, Do, 10.05.18, 19 Uhr

Andrea Jarnach schloss im Oktober 2016 ihr Masterstudium Gesang (Prof. Boris Bakow) an der Universität Mozarteum Salzburg mit Auszeichnung ab. Aktuell widmet sie sich dort einem Lied-Aufbaustudium (Prof. Thérèse Lindquist). Meisterkurse belegte sie unter anderem bei Dietrich Fischer-Dieskau, Julia Hamari, Thomas Moser, Hanna Schwarz und Julia Varady.

Schon während ihrer Ausbildung war sie in zahlreichen Opern und Konzertveranstaltungen zu erleben, u. a. als Sophie de Palma in McNeylls Meisterklasse am Theater an der Rott sowie in einigen Projekten des Mozarteums. Mit besonderer Aufmerksamkeit widmet sie sich zeitgenössischer Musik und übernahm die Hauptpartien in de Uraufführungen der Opnern The Rest is Silence Agustín Castilla-Ávila und in Jack Fortners Nothing and More, die in den USA stattfand.

Maximilian Schmitt (Tenor) | Bibliotheksaal, Sa, 05.05.2018, 14.00 Uhr

Maximilian Schmitt entdeckte seine Liebe zur Musik bereits in jungen Jahren bei den Regensburger Domspatzen. Er studierte Gesang bei Prof. Anke Eggers an der Berliner Universität der Künste und wird künstlerisch von Roland Hermann betreut.

Der Tenor sammelte erste Bühnenerfahrung als Mitglied des Münchner Opernstudios, bevor er sich 2008 für vier Jahre dem Ensemble des Mannheimer Nationaltheaters verpflichtete. Dort war Schmitt in Partien wie David/Meistersinger, Lenski/Eugen Onegin und den lyrischen Mozart-Partien wie Tamino, Don Ottavio, Belmonte, Ferrando und 2012 in der Titelpartie von Mozarts La Clemenza di Tito zu hören. 2012 debütierte er an der Oper Amsterdam als Tamino in der gefeierten Produktion von Simon McBurney unter Marc Albrecht. In René Jacobs‘ Produktion von Mozarts Entführung aus dem Serail mit der Akademie für Alte Musik Berlin (bei harmonia mundi France als CD erschienen) übernahm er die Partie des Belmonte. 2016 war Maximilian Schmitt erstmals als Idomeneo in einer weiteren großen Mozart-Partie zu erleben, diesmal an der Opéra du Rhin in Strasbourg. Direkt im Anschluss trat er zum ersten Mal an der Wiener Staatsoper als Don Ottavio auf. Höhepunkt und Abschluss der Saison 16/17 war sein Debüt an der Mailänder Scala als Pedrillo in Mozarts Entführung aus dem Serail unter Zubin Mehta.

Neben seiner Leidenschaft für die Oper ist Maximilian Schmitt regelmäßiger Gast auf den großen internationalen Konzertbühnen. Sein weit gefächertes Repertoire reicht von Monteverdi über Mozart bis Mendelssohn, Mahler und Britten. Eingeladen von Dirigenten wie Franz Welser-Möst, Claudio Abbado, Daniel Harding, Manfred Honeck, Thomas Hengelbrock, Fabio Luisi, Andres Orozco Estrada, Trevor Pinnock, René Jacobs oder Robin Ticciati arbeitete er u.a. bereits mit der Akademie für Alte Musik Berlin, dem Tonhalle-Orchester Zürich, den Symphonieorchestern des Bayerischen und des Mitteldeutschen Rundfunks, dem WDR Sinfonieorchester, den Wiener Symphonikern, dem Cleveland Orchestra, dem Swedish Radio Symphony Orchestra und dem Gewandhausorchester Leipzig. Maximilian Schmitt ist außerdem regelmäßiger Gast des Orchestre de Paris, dem Ensemble Orchestral de Paris und dem Orchestre National de France. Eine enge musikalische Partnerschaft verbindet ihn mit Philippe Herreweghe.

Die neue Saison eröffnet Maximilian Schmitt mit einer Konzerttour unter der musikalischen Leitung von Teodor Currentzis in der Titelrolle von Mozarts La Clemenza di Tito. Im Anschluss geht Maximilian Schmitt erneut auf Europa Tournee – diesmal mit René Jacobs und dem Freiburger Barockorchester und Beethovens Leonore. Darauf folgt eine Konzerttournee unter Philippe Herreweghe mit Konzerten in Poitiers, Köln, Gent, Wien, Luxemburg, Essen und Eindhoven. Maximilian Schmitt singt darüber hinaus in Haydns Jahreszeiten in Cleveland und der Carnegie Hall unter Franz Welser-Möst und im Bachs Johannespassion im Rahmen der Salzburger Osterfestspiele. Maximilian Schmitt beschließt die Spielzeit 2017/18 in der Titelrolle von Edward Elgars The Dream of Gerontius in Tokio unter dem Dirigat von Jonathan Nott am Pult des Tokyo Symphony Orchestras.

Darüber hinaus ist Maximilian Schmitt ein international gefragter Liedsänger. Gemeinsam mit dem Pianisten Gerold Huber war er bereits zu Gast im Concertgebouw Amsterdam, dem Heidelberger Frühling, der Schubertiade Schwarzenberg, der Kölner Philharmonie oder der Düsseldorfer Tonhalle. Auch in der Londoner Wigmore Hall ist Maximilian Schmitt seit seinem Debüt 2014 regelmäßig zu erleben.

Auf seinen Alben „Träumend wandle ich bei Tag“ mit Werken von Robert und Clara Schumann und Schuberts Die schöne Müllerin (beide bei Oehms classics) präsentiert sich Maximilian Schmitt als Liedsänger. Mit seinem Anfang 2016 erschienenen ersten Arien-Album mit Orchester „Wie freundlich strahlt der Tag“ (WDR Sinfonieorchester /Patrick Lange/Oehms) erkundet er das deutsche romantische Fach. Darüber hinaus ist Maximilian Schmitt auf zahlreichen weiteren CD Veröffentlichungen vertreten.

Andrè Schuen (Bariton) | Bibliotheksaal, So, 29.05.2018, 17.00 Uhr

Der Bariton Andrè Schuen stammt aus dem ladinischen La Val (Südtirol, Italien) und wuchs dort dreisprachig auf – ladinisch, italienisch und deutsch, eine Vielseitigkeit, die sich in seinem jetzigen Gesangsrepertoire widerspiegelt. Obwohl lange Jahre das Cello sein Hauptinstrument war, entschied er sich für ein Gesangsstudium an der Universität Mozarteum Salzburg bei Prof. Horiana Branisteanu sowie Lied und Oratorium bei Prof. Wolfgang Holzmair. Schon früh erhielt Andrè Schuen verschiedene Preise, 2016 wurde er für seine erste CD beim Label AvI als „Nachwuchskünstler des Jahres“ mit dem ECHO Klassik ausgezeichnet.

Die Saison 2017/2018 startet Andrè Schuen in seiner Paraderolle als Don Giovanni zunächst in einer Neuproduktion an der Opéra National de Lorraine in Nancy und kurz darauf am Grand Théâtre de Luxembourg. Im März debütiert er in der Neuproduktion von Leoncavallos I Pagliacci an der Oper Genf als Silvio und schließlich zum Ende der Saison am Teatro Regio in Turin, wo er den Guglielmo singt. Liederabende führen ihn zum Bayerischen Rundfunk nach München, und außerdem zum Amsterdamer Concertgebouw. Im nächsten Jahr ist er in Folge seiner mit großer Begeisterung aufgenommenen Liederabende bei der Schubertiade gleich viermal zu Gast in Hohenems und Schwarzenberg. Am Konzerthaus Dortmund residiert er nun in der dritten Saison als „Junger Wilder“. Im Mai 2018 wird er bei den Salzburger Pfingstfestspielen als Solist im Brahms-Requiem in der Londoner Fassung für Soli, Chor und Klavier zu vier Händen mit dem Intendanten Markus Hinterhäuser selbst am Klavier sowie Pierre-Laurent Aimard auftreten. Dort ist Andrè Schuen schon seit 2010 bekannt, damals zunächst als Mitglied des Young Singers Project und in der Folge bei verschiedenen Produktionen der Salzburger Festspiele unter Simon Rattle und Riccardo Muti. Auf der Konzertbühne ist Andrè Schuen in dieser Saison außerdem u. a. in Gabriel Faurés Requiem mit dem NHK Symphony Orchestra erstmals in Japan zu erleben, mit den Wiener Symphonikern unter Philippe Jordan und auch mit dem Orchestre National de France unter Trevor Pinnock in Bachs Weihnachtsoratorium. Vergangene Highlights auf der Konzertbühne waren Auftritte mit den Berliner Philharmonikern unter Simon Rattle, beim WDR Sinfonieorchester unter Jukka-Pekka Saraste oder beim Swedish Radio Symphony Orchestra und den Bamberger Symphonikern unter Daniel Harding.

Von 2010 bis 2014 war Andrè Schuen Ensemblemitglied der Oper Graz. Andrè Schuen war einer der wenigen Sänger, der gleich dreimal im Da Ponte-Zyklus von Nikolaus Harnoncourt am Theater an der Wien zu hören war: als FigaroDon Giovanni und Guglielmo, woraufhin er den ORF-Publikumspreis des Österreichischen Musiktheaterpreises erhielt. Andrè Schuen ist dem Theater an der Wien weiterhin eng verbunden. Dort begeisterte er gleichermaßen Publikum und Fachpresse unter anderem in Giovanni Paisiellos Il Barbiere di Siviglia (Titelpartie) unter René Jacobs, als Don Fernando in Beethovens Fidelio, als Graf in Strauss‘ Capriccio und zuletzt in der Titelpartie der Uraufführung von Anno Schreiers Hamlet in der Regie von Christof Loy. Weitere Rollendebüts führten ihn in der letzten Saison nach Genf als Marcello (La Bohème) sowie mit einer Neuproduktion von Mozarts Le Nozze di Figaro als Conte nach Angers und Nantes.

Mit dem Pianisten Daniel Heide führten ihn Auftritte unter anderem in die Wigmore Hall in London, nach Oxford, zum Heidelberger Frühling sowie ans Wiener Konzerthaus. Auch Gerold Huber zählt zu seinen Liedpartnern, mit dem er sein Debüt bei der Schubertiade in Hohenems gab. Im Sommer 2017 feierte Andrè Schuen sein USA-Debüt mit Liederabenden beim renommierten Tanglewood-Festival sowie beim Aspen Music Festival gemeinsam mit Andreas Haefliger.

Auf seinen ersten beiden vorliegenden Lied-CDs präsentiert sich Andrè Schuen mit Liedern von Schumann, Wolf und Martin gemeinsam mit dem Pianisten Daniel Heide sowie mit Werken von Beethoven, die er mit dem Trio Boulanger aufgenommen hat

Moderatoren & Podiumsgäste

Prof. Dr. Dieter Borchmeyer (Literaturwissenschaftler)

Dr. Dirk Heißerer (Literatur- und Buchwissenschaftler)

Dorothea Hußlein (Moderation, BR Klassik)

Michael Jarnach (Kulturbeauftragter Polling)

Eckhard Zimmermann (Literaturwissenschaftler)